Ausstellungen
Fotoprojekt „Anderwelt“ 08.11. - 29.11.26
Porträts und Texte von Hinterbliebenen
Was passiert mit uns, wenn wir sterben? Verschwinden wir einfach? Oder sind unsere Seelen im Diesseits noch spürbar? Der hannoversche Lyriker und Fotograf Bert Strebe hat Hinterbliebene an Orten oder in Situationen fotografiert, die für sie etwas mit ihren Toten zu tun haben. Und er hat sie um Texte über ihre Trauer oder zu ihren Empfindungen und Erfahrungen in Bezug auf den Tod gebeten.
Bert Strebe sagt, er fotografiere die Hinterbliebenen zusammen mit ihren Verstorbenen – die Kamera könne die Toten zwar nicht sehen, aber sie seien trotzdem erkennbar. Etwa im Gesicht oder den Augen der Trauernden, in ihrer Haltung oder in ihren Gesten.
So ist das Projekt „Anderwelt“ entstanden, mit 23 Schwarzweißporträts und ebenso vielen Texten. Der Begriff Anderwelt stammt aus der keltischen Mythologie; es handelt sich um ein Reich der Toten, das kein fernes Jenseits ist. Es befindet sich zwar auf einer anderen Ebene als die Welt der Lebenden. Aber beide Welten liegen nahe beieinander, mit durchlässigen Grenzen.
Die Ausstellung mit den Aufnahmen und Texten ist nach Stationen in Hannover und in Bad Essen (bei Osnabrück) im November 2026 auch in der St. Michaelis-Kirche in Braunschweig (Echternstraße 67, 38100 Braunschweig) zu sehen. Eröffnet wird die Präsentation mit einem Gottesdienst von Pfarrer Jakob Timmermann am Sonntag, 08. November, um 17 Uhr. Sie läuft bis zum 29. November.
Zu der Ausstellung ist im hannoverschen Wehrhahn-Verlag der Bildband „Anderwelt“ erschienen. Er enthält alle Fotografien und Texte und einen Aufsatz von Bert Strebe (Hardcover, 64 Seiten, 20 Euro, ISBN 978-3-98859-164-7).
Das Projekt „Anderwelt“ wird von der Förderstiftung des Unionhilfswerks Berlin, der Stiftung Deutsche Bestattungskultur in Düsseldorf und von der Stiftung Edelhof Ricklingen aus Hannover unterstützt.
Bei Rückfragen: Bert Strebe, 0170/7709634, str@schneetalrabe.de. www.schneetalrabe.de, Instagram @bert.strebe
Gesichter des Friedens 17.01. - 12.02.27
Mino Metzger - "Wenn Du nicht weisst..." 21.02. - 27.03.27
Der in Berlin lebende Künstler Armin Metzger „Mino“ zeigt in St.Michaelis Malerei, Grafik und Holzarbeiten zum Themenschwerpunkt Engel. Seine Arbeitsweise kann sowohl als intuitiv als auch als expressiv realistisch bezeichnet werde. Beim Malen oder Schnitzen verändert oder überarbeitet er oft und nähert sich erst allmählich in einer Art Gespräch mit dem Bild oder der Skulptur der endgültigen Form an. Zum anderen gelingt dies auch spontan, v.a. wenn es dabei um die Umsetzung sehr eindringlicher Beobachtungen oder Motive handelt.
Engel beschäftigen Armin schon seit Jahren und sind ihm Referenzpunkte für das tägliche Leben, sie können auf etwas hindeuten, was besonders wichtig für den Menschen ist, aber anscheinend noch über seine Kräfte oder Vorstellungen hinausgeht. Der Mensch ahnt, zweifelt, zögert, vermutet und versucht. Er bleibt letztendlich aber auch ein unsicherer Zeitgenosse, dem Orientierung und Gewissheit abhandenkommen können. Gesten und Zeichen können dann Hinweise dafür sein, wie es weitergehen kann. Die findet Armin etwa, wenn er künstlerisch arbeitet und sich mit dem Gegenüber austauscht oder auch in der Musik beim Zuhören oder Selbermachen.
Neben den Figuren, die engelhafte Eigenschaften aufweisen, erscheinen dann auch andere. Vielleicht Vertraute oder Freunde, die mit auf der Reise sind. Beide bieten Zuflucht, Hilfe, Unterstützung an, sind Schutz, ermahnen uns mitunter auch oder laden gar ein zu Musik, Tanz und Freude.
Armin hat in Deutschland und auch längere Zeit in Lateinamerika gelebt und gearbeitet. Diese Zeit hat ihn besonders geprägt. Religion war dort etwas Alltäglicheres und vielfältig spürbar vorhanden auch im Gespräch und bei der Arbeit. Eine demütigere Haltung dem Leben gegenüber hat er dort erlebt und andere Sichtweisen, die dann im weiteren Leben wegweisend für ihn waren, auch wenn diese den Weg nicht immer leichter gemacht haben.
Der Künstler wird bei der Vernissage anwesend sein und bei der Eröffnung am Sonntag, den 21.02.2027 die Ausstellung musikalisch mit Gitarre, Gesang und auch eigenen Kompositionen umrahmen.
Nothing somethin 29.08. - 03.10.27
Täglich geöffnet
Die Michaeliskirche ist täglich von 10 - 18 Uhr geöffnet.